Woche des ökologischen Bauens und Sanierens
Im Sommer wurde Klappholttal zum Laboratorium für zukunftsfähiges Sanieren
Das Thema "zukunftsfähiges Bauen und Sanieren" ist nicht nur gesamtgesellschaftlich, sondern auch für Klappholttal sehr wichtig. In den kommenden Jahren kommt es darauf an, den zum Teil in die Jahre gekommenen Klappholttaler Gebäudebestand zukunftsfähig zu machen.
Wir sind umgeben von Naturschutzgebieten und sind Teil eines fragilen Ökosystems. Auf verschiedenen Ebenen wird es daher darum gehen, den "Fußabdruck" unserer Gebäude zu reduzieren:
- Flächenverbrauch und Bodenversiegelung verringern
- Energieverbrauch und CO2-Ausstoß minimieren
- Ökologische Unbedenklichkeit gewährleisten und Schadstoffe vermeiden.
Wir freuen uns sehr, dass wir auf diesem Weg kompetente und engagierte Unterstützung erhalten. Prof. Almut Grüntuch Ernst und Prof. Elisabeth Endres und ihre Teams von der Technischen Universität Braunschweig bringen wissenschaftlichen Sachverstand und Fachkompetenz ein.
In diesem Jahr gab es wieder eine gemeinsame "Bauwoche" in Klappholttal: Klappholttal war eine Woche lang ein echtes Laboratorium des zukunftsfähigen Bauens. Architekturstudierende aus Braunschweig ertüchtigen gemeinsam mit Hadnwerkern die Fassade eines Klappholttaler Häuschens mit Naturmaterialien, um den ökologischen Fußabdruck des Gebäudes zu verbessern.
Expertinnen und Experten hielten Vorträge und Workshops zu verschiedenen Aspekten des zukunftsfähigen Bauens - was bei den Teilnehmenden unserer Sommerakademie auf großes Interesse stieß.
In Zukunft soll die Zusammenarbeit weiter fortgesetzt werden - es gibt noch viel zu tun...
Handarbeit für die Bauwende
Seegras - ein Naturbaustoff mit großem Potential
Mit getrocknetem Seegras werden die Zwischenräume im Ständerbauwerk gedämmt. Seegras ist an der Ostseeküste vor allem als lästiges Phänomen an den Stränden berüchtigt. Gewaschen und getrocknet ist es allerdings ein nahezu idealer Baustoff, der für die Dämmung von Gebäuden eingesetzt werden kann.
Außenverkleidung der Fassade
Zum Schluss wird die Fassade mit Schindeln aus Lärchenholz verkleidet. Dieses Material ist vor allem im süddeutschen Raum und in den Alpen verbreitet. Ob es für den Einsatz an der Nordsee geeignet ist, wird nun erprobt.
Mehr Informationen zu unserer Kooperation mit der TU Braunschweig
... die "Reetpocke in Klappholttal"
Mehr Informationen zu unserer Kooperation mit den Forschenden und Studierenden der Technischen Universität Braunschweig finden Sie in dem folgenden Video.